Auszeit?
Auszeit beenden
Weltweit werden Menschen wegen ihrer religiösen Überzeugung verfolgt. Am meisten müssen dies Christen erleben. Unsere Kirchengemeinde möchte dazu beitragen, gefangene Christen zu unterstützen und uns für Ihre Freiheit einzusetzen, indem wir für sie beten und ihre Situation öffentlich machen.
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die christliche Zeitschrift idea machen unter der Überschrift „Gefangener des Monats“ monatlich auf das Schicksal eines gefangene Christen aufmerksam. Sie liefern dazu einen Musterbrief als Anschreiben an den jeweiligen Staatspräsidenten, den wir hier veröffentlichen. Wir bitten Sie, sich daran zu beteiligen.
Seine Exzellenz
Staatspräsident Isayas Afewerki
via Botschaft des Staates Eritrea
Stavangerstraße 18
10439 Berlin



Fax: O30-44674621



Exzellenz,

ich wende mich an Sie, um auf das Schicksal der 38-jährigen Eritreerin Twen Theodros aufmerksam zu machen. Die Christin ist seit 2005 ohne Gerichtsverfahren in Haft. Sicherheitskräfte nahmen sie damals bei einem Gebetstreffen fest. Die Behörden forderten von ihr, ihren christlichen Glauben aufzugeben. Sie weigert sich jedoch, obwohl sie zeitweise sehr harte bis unmenschliche Haftbedingungen, darunter auch Misshandlungen, erlitten hat. Bereits im Jahr 2004 war sie erstmals eingesperrt und ihr Vater zu dem Versprechen gezwungen worden, dass seine Tochter den Kontakt zu ihrer christlichen Gemeinde abbricht.

Herr Präsident, die Teilnahme an friedlichen religiösen Zusammenkünften gehört zum Kern des Rechtes auf Religionsfreiheit, das auch Eritrea 2002 mit der Ratifizierung des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte anerkannt hat. Die Festnahme und lange Inhaftierung von Twen Theodros ohne ein faires Verfahren verstößt gegen diesen Vertrag. Ich bitte daher um die sofortige Freilassung der Gefangenen.

Mit vorzüglicher Hochachtung